Das Val de Villé

Das Val de Villé liegt, umgeben von Bergen, südöstlich von Sélestat. Die Seiten des Tals sind dicht bewaldet und bieten dank der Höhenunterschiede und des vielfältigen Geländes Abwechslung für jeden Wanderer oder Spaziergänger.

Da das Tal sowohl durch das Elsass, als auch durch die Lorraine verläuft, werden dort zwei Dialekte (Elsässisch und „Patois“) gesprochen. Durch das Tal ziehen sich vereinzelt überschaubare Dörfer, die abends, wenn es dunkel wird und man ins Tal herunterschaut, wie kleine leuchtende Feuer aussehen.

In der Saint Maurice Kirche in Neubois stand für lange Zeit ein Schrein zu Ehren Muttergottes, die hier mehrere Male erschienen sein soll. Eine weitere, sehr eindrucksvolle Kirche im Landstil (18. Jahrhundert) lässt sich in Dieffenbach-Auval besichtigen. Die Bergkirche in Neuf-Eglise geht bis in die Römerzeit zurück und enthält einen barocken Altar. Die Stadt Ville wurde im Dreißigjährigen Krieg fast gänzlich zerstört und enthält daher heute
viele Bauten aus dem 18. Jahrhundert, darunter eine Kapelle, die 1757 erbaut wurde und deren Fresken von dem Viller Künstler René Kuder gestaltet wurden.

In der alten Stadthalle von Albe befindet sich seit einiger Zeit ein Museum, das der regionalen Kunst und Kultur und dem Handwerk gewidmet ist, insbesondere der Weberei und der Branntweinbrennerei.

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