



|
|
|
 |
L´Alsace est une fête
" hat einmal Emile Baas gesagt. Wenn man sich nach
Ribeauvillé begibt, wird man mit ihm einer Meinung sein. Hier sind die Straßen und Häuser ständig geschmückt, als warteten sie nur auf den Auftakt zu einem Musikfest.
Ribeauvillé hat eine lange Vergangenheit. Das erste mal erwähnt wurde der Ort als Ratbaldovillare etwa 768 n. Ch. Diese Bezeichnung bedeutet soviel wie das Haus des Ratbold. Das Wort Ratbold wiederum ist alt germanisch und steht für der Kühnste des Rates, der dort wohl gehaust haben mag...

|
 |

Die Stadt wechselte oft ihre Herrscher. Der Herzog des Elsass, die Grafen von Eguisheim, der deutsche Kaiser, der Bischof von Basel und zuletzt die Grafen von Ribeaupierre regierten über die Stadt, bis die Französische Revolution dem ein Ende setzte.
Was alle diese Herrscher und ihre Politik gemein hatten, war die Tatsache, dass in Ribeauvillé wandernde Musiker und Schauspieler stets willkommen waren und besonderen Schutz genossen. Deswegen war es auch eine besondere Tradition, dass sich jedes Jahr zum 8. September (Jungfrau Maria) alle dort versammelten, um gemeinschaftlich zu musizieren oder ein Bühnenspiel in Szene zu setzen.
Und selbst heute wird diese Tradition noch aufrechterhalten. Menschen aus aller Welt versammeln sich Jahr für Jahr in Ribeauvillé, um gemeinsam den Brauch fortzusetzen.
|
|
|
|