Haguenau ist ein verschlafenes Nest am Rande eines riesigen 14000 Hektar großen Waldes, der das Dorf größtenteils umschließt. Diese immense Grünfläche ist eine wahre Oase der Ruhe und ist seit je her ein Ort, an dem etliche Sagen und Legenden spielen. Im Mittelalter wurde oft die kaiserliche Jagd in dem Dorf gehalten, und die sonst so nüchternen Hagenauer wussten diesen Anlass zu feiern. Haguenau gewann schnell den Rang einer freien, kaiserlichen Stadt, zumal es in unmittelbarer Nähe zum Schloss Hohenstaufen liegt. Es war sogar lange Zeit nach Straßburg die zweitwichtigste Stadt im Elsass. Gut geführt wurde die Stadt von einer liberalen Regierung. Ein umfangreiches Handwerk sorgte für den allgemeinen Wohlstand. Diverse Schulen waren Garant für den für damalige Verhältnisse sehr hohen Bildungsstandard.
Bereits im späten 16. Jahrhundert florierte die Druckindustrie. 1540 verbrachte Ronsard einige Zeit in Haguenau.
Die Zerstörung des kaiserlichen Palastes, Anfang des 17. Jahrhunderts, ermöglichte es Vauban das Fort Louis zu bauen.
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Der Schutzwall wurde später in Brand gesetzt und heute führen an seiner Stelle Gassen durch
den Bereich in der Innenstadt.
Richard Löwenherz, welcher von Kaiser Henri IV gefangen gehalten wurde, erschien in keiner anderen Stadt als Haguenau vor der Prinzenversammlung.
Es gibt einige alte Gebäude, die an Calvin und Ronsard, welche um 1540 dort verweilten, erinnern. Derzeit wurde ein Kolloquium zwischen Protestanten und Katholiken abgehalten, an dem auch Jean Sturm und Martin Bucer teilnahmen.
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