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Husseren les châteaux


Hotel Saint Nicolas im Riquewihr


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Eguisheim, das Paradebeispiel einer mittelalterlichen Stadt, ist unmittelbar an der Weinstraße gelegen und hat die vielen Jahre, die es schon existiert, gut überstanden. Die mit Blumen geschmückten Häuserfassaden und die für die Epoche typischen Straßen, machen die Stadt einzigartig. Ebenso veranlassen der hervorragende Service der Hotels sowie die vorzüglichen Angebote der Restaurants nicht selten zu einem längeren Aufenthalt. Um den Besuch dieser alten Stadt richtig genießen zu können, sollte man sich mit ihrer faszinierenden Geschichte vertraut machen.

Die Historiker sind sich einig darüber, dass Eguisheim die Wiege des elsässischen Weinanbaus gewesen ist. Schon im 14. Jahrhundert begannen einige Abteien und Bistümer damit, den Boden der Umgebung für den Weinanbau zu nutzen.



Der gute Ruf dieser Weinregion ging bald über ihre Grenzen hinaus, und die Weine aus Eguisheim wurden an den Tafeln der Königshäuser von England und Holland getrunken.



Die Legende von Eguisheim


Im zehnten Jahrhundert war Graf Hugon IV von Eguisheim der Herrscher über das Land. Eines Abends kam eine unbekannte Wahrsagerin zum Schloss, um gegen eine bescheidene Vergütung für die abendliche Unterhaltung zu sorgen, was damals auch Gang und Gebe war. Nachdem Sie die Schicksale aller Anwesenden von sämtlichen Flüchen geheilt hatte, las sie aus der Hand des Sohns von Graf Hugon VI, Bruno. Dann sagte sie voraus, dass wenn auch Hugon ein sehr mächtiger Herrscher sei, sein Sohn Bruno eines Tages noch überragender sein werde, so sehr, dass sein Vater ihm den Staub von den Füßen küssen werde. Natürlich war der Graf wenig erfreut über diese Prophezeiungen. Bald darauf schickte er seinen Sohn in Begleitung eines seiner Jäger in den Wald, um ihn töten zu lassen. Der Jäger war befohlen, als Beweis das Herz des Jungen zum Schloss zu bringen.

Was befohlen wurde, wurde vollbracht. Als dem Graf aber der Tod seines Sohnes bestätigt wurde, bereute er seine Entscheidung und verfiel er in schweren Kummer. Viele Jahre litt er unter seinem Gewissen und hatte Tag und Nacht seinen Sohn vor Augen. Als er es nach einiger Zeit nicht mehr länger aushalten konnte, ging er zu einem Kaplan und beichtete ihm seine Sünden. Dieser riet ihm, im Winter nach Rom zu gehen, um dort seine Sünden zu beichten.





Als er nach langer Reise in Rom angekommen war, warf er sich vor Papst Léon IX zu Boden um ihm seine Sünden zu beichten. Der Papst half ihm wieder hoch, umarmte ihn und sagte: „Christus starb für uns alle, für die Guten wie die Schlechten unter uns. Du wirst Vergebung in ihm finden, eine Vergebung wie keine andere. Du hast gerade getan, was Du zu verhindern versuchtest. Du hast Deinem Sohn den Staub von den Füßen geküsst. Der Jäger hatte nicht die Kraft ein Kind im Wald zu töten. Sein Pfeil traf einen Fuchs und es war ein Fuchsschrei, der damals gehört wurde ebenso wie es ein Fuchsherz war, das Dir präsentiert wurde. Du solltest dem Jäger dankbar dafür sein, dass er Dich davor bewahrt hat, Deinen Sohn zu morden.“

Bei diesen Worten überkam den Grafen ein Gefühl von Freude. Er blieb noch mehrere Wochen bei seinem Sohn, und vor seiner Abreise küsste er abermals seine Füße. Wieder in Eguisheim angekommen, widmete er sein restliches Leben den Armen und Bedürftigen.



 

 

 

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